Zettwing stellt sich vor

Zettwing (tschechisch Cetviny) ist ein ehemaliger Markt im Südböhmen, im Katastergebiet der Gemeinde von Unterhaid (Dolní Dvořiště), in dem noch unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 500, überwiegend deutsche Einwohner in 120 Häusern lebten. Nach der erzwungenen Aussiedlung der deutschen Bevölkerung verfiel der Markt und wurde in den 1950er-Jahren fast vollständig zerstört. Nicht abgerissen wurden lediglich die Kirche, der Dorfbrunnen, das Zollgebäude und zwei Häuser, die für eine Einheit der Grenzwache umgebaut wurden. Nach 1990, nach fast 40 Jahren der Sperrung als Teil des Grenzstreifens, wurde das Gebiet von Zettwing wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Diese Webseite bringt Ihnen die Geschichte des Ortes Zettwing von seiner Gründung bis heute näher und zeigt interessante Plätze im Ort sowie in der Umgebung. Außerdem informiert sie über Ereignisse, die Cetviny betreffen.

Die Geschichte von Zettwing ist kein Einzelfall. Nach dem Krieg wurden etwa 3 Millionen deutsche Bewohner gezwungen, das damalige Gebiet der Tschechoslowakei zu verlassen, und rund 1.200 Ortschaften wurden zerstört. Die individuellen Schicksale dieser Orte und Regionen sind bis heute wenig bekannt.